Baubericht Teil 1: Alpendiorama „Gamskogel-Express“ mit Brawa Sesselbahn 6346

Plakat Gamskogel-Express

Anlässlich unseres diesjährigen Sommerulaubs im Salzburger Land und der Begeisterung meines Sohnes haben wir uns kurz entschlossen die neue Brawa Sesselbahn 6346 in einem Diorama schön in Szene zu setzen. Ganz nebenbei eignet sich ein solches Diorama natürlich auch dazu mal ein bisschen sich mit dem Thema Landschaftsgestalltung, Lichttechnik für Häuser und Aktionszenen und somit auch ein wenig mit der Digitaltechnik zu beschäftigen. Als positiven Nebeneffekt kann ich so meinem Sohn zum Einen vielleicht auch für das Hobby begeistern zum Anderen auch spielerisch die ersten Grundlagen für Elektrik&Elektronik oder dem Basteln mit Holz und dem Landschaftsbau beibringen.

Zunächst einmal habe ich mir folgende Grundgedanken gemacht:

  1. Das Diorama sollte transportabel sein und sämtliche benötigte Technik integriert haben.
  2. Es sollte auf einem kleinen Tisch mit 120 x 60cm aufgebaut werden können. Für einen besseren Transport soll die Standfläche per Schubladenelement aus- und einzogen werden können.
  3. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte sich das Modul in eine Anlage integrieren lassen. Daher kein Höhenunterschied von mehr als 120cm und die Jahreszeit ist daher eher auf Sommer festgelegt.
  4. Es sollte eine sichtbarer Höhenunterschied und eine mögliche Seillänge von mehr als 4m herauskommen
  5. Neben der Brawa Sesselbahn sollte mindestens eine Berghütte und das alpenspezifische Umfeld herauskommen. Zudem muss für den „Nachtbetrieb“ die von Brawa dargestellte LEITNER Anlage noch gesupert werden. Zum Einen mit Nachbildungen der Rollenförderen im Stationsinneren und natürlich zum Anderen mit einer Innenbeleuchtung sowie Scheinwerfern an den einzelnen Stützen. Apropos Station. Eine standesgemäße Garage für die Liftsessel bräuchte man ja eigentlich auch noch…
  6. Die Beleuchtung der Hütten sollte ebenfalls authentisch sein und somit nicht nur Stimmungsvoll eine LED Leiste am Dach entlang, sondern auch jeder Raum im Haus getrennt beleuchtet werden.
  7. Es sollte Actionelemente geben, wie bewegte Waldarbeiter mit Kettensäge & Sound und umfallender Tanne, einen fliegenden Adler, auf dem Spielplatz schaukelnde Kinder, Weißbiertrinker auf der Hütte und so weiter… Diese sollten entweder automatisch in regelmäßigen Abständen aktiviert werden oder sich durch einen extra Druckschalter aktivieren lassen können.
  8. Zum Einsatz wird die Sesselbahn mit einem ESU Sounddekoder ausgerüstet. Die Ansteuerung erfolgt über eine Märklin MS2 und im „Basement“ eingebauter Gleisbox mit Märklin 36VA Trafo

Basierend auf der Anforderungsliste habe ich mich mit den ersten Planungen beschäftigt. Die Brawa Sesselbahn 6346 wird mit zwei identischen Stationsgebäuden und insgesamt vier Stützen geliefert. Zwei der Stützen sind mit 90mm (Fundament Unterkannte – Achsmittelpunkt einer Rolle) recht niedrig und sind als Ein- bzw- Ausfahrstütze vorgesehen. Zwei weitere Stützen sind für den Seilbahnverlauf vorgesehen und haben eine Höhe von ca. 170mm. Daher habe ich mir einen Streckenverlauf wie folgt überlegt. Das Erste Stück nach verlassen der Talstation ist mit einer Neigung von 30° relativ Flach und geht dann nach ca. 1/3 der Strecke in einen Steilhang mit Inter Steigung von 45° über. Dies stellt nach meiner Recherche auch das Maximum da, welches kuppelbare Bahnen an Steigung üblicherweise überwinden. Nach ungefähr 2/3 der Strecke wird die Neigung dann mit ca. 35° wieder etwas flacher und ended dann mit der Einfahrt in die Bergstation. Stütze 1 und 2 sind im übrigen Niederhalter. Dies bedeutet, dass das Seil unter den Rollenbatterien verläuft. Ich hoffe diese Konstellation mit zwei Niederhalter ist betriebssicher. Um diesen Streckenverlauf einen Rahmen zu geben, habe ich als Rahmen an ein nach hinten gekipptes „L“ gedacht.

Die Steigung der langen Seite habe ich mit 50° gewählt. Zur Verstärkung habe ich allerdings noch einen relativ flachen Spanten (30°) eingezogen, ein metallenes Stützkreuz (Ikea) und mehrere Querverstrebungen eingebaut. Die kurze Seite des „L“ ist zudem zur Formgebung komplett mit einer 6mm Multiplexplatte ausgelegt, verleimt und massiv verschraubt. Um den Stand zu verbessern habe ich eine Abstützung vorgesehen. Damit das Modul besser transportiert werden kann, kann man diese Verlängerung wie eine Schublade einziehen. Geeignete Schubladenschienen gibt es für wenige Euro und in allen möglichen Längen im örtlichen Baumarkt.

Dies sollte es soweit mal gewesen sein. Ich bin jetzt soweit, dass ich die beiden Stationen erstmal mit einer Schraube fixiert habe und als nächstes die Ein- und Ausfahrtsstützen setzen werde. Dann wäre auch alles mal soweit für eine erste Probefahrt ohne die Stützen auf der Strecke. Anbei ein letztes Bild vom Stand der Arbeiten.

Weiter zum Baubericht Teil 2: Ausrichten der Stationen, Stützen und erster Probebetrieb >>

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